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War es das mit dem Meistertitel für den FCB?
Von rotblauapp.ch | Publiziert: Mo, 27. Jan 2020 16:00 | Bearbeitet: Mo, 27. Jan 2020 16:00
Der Tenor gestern war eindeutig: Ein in allen Belangen überlegenes YB hatte dem FCB den Meister gezeigt und für eine Vorentscheidung im Titelkampf gesorgt. Ist das tatsächlich der Fall und welche Lehren sollte man aus dem gestrigen Spiel ziehen?
War das Spiel gestern eine Vorentscheidung im Meisterrennen? Wenn man sich gestern Abend die Kommentarspalten bei FCB-Seiten auf Instagram oder Facebook ansah, konnte man davon ausgehen, dass YB bereits als Meister feststeht. Sicherlich sind die fünf Punkte Vorsprung nicht wenig und eine Auftaktniederlage beim direkten Konkurrenten hat auch immer symbolischen Charakter. Gleichwohl gibt es einige Argumente, um die Niederlage gestern zu relativieren, wobei sich hier ein anderes Problem des FCB Ausgabe 2019/2020 zeigen wird.

Zum einen wäre dies, dass sich der FCB auf dem Berner Kunstrasen traditionell schwer tut. Der letzte Auswärtssieg in Bern ist auf Mai 2016 datiert. Ein Sieg gestern wäre zwar wichtig gewesen, aber die Niederlage kam auch nicht völlig unerwartet. Auf der positiven Seite kann man festhalten, dass man theoretisch bereits das unangenehmste Spiel der Rückrunde hinter sich gebracht hat.


Ein bezeichnendes Bild: Die Basler kamen gestern jeweils einen Schritt zu spät. Bild: Philipp Kämpf


Gestern klar ersichtlich war die fehlende Kaderbreite beim FC Basel. Die Absenzen von Cömert, Cabral, Stocker und besonders Xhaka fielen schwer ins Gewicht. Besonders auffallend war, wie zweikampfschwach die Basler ohne Taulant Xhaka und offensiv zahnlos die Basler ohne Stocker und Cabral sind. Auch die Cleverness und die Emotionen, die ein Valentin Stocker mitbringt, gingen Pululu gestern ab.

Im Winter oder spätestens im Sommer wird man hier reagieren müssen und, wenn möglich, einen zweiten bissigen Sechser verpflichten. Auf der Innenverteidigerposition hat man mit van der Werff jemanden verpflichtet, der das Potenzial besitzt, ähnliche spielerische Qualitäten wie Cömert einzubringen.

Dass man überhaupt diese gewichtige Absenzen zu beklagen hat, ist nicht auf Verletzungspech, sondern fortwährende Unbeherrschtheiten zurückzuführen. Stocker und Cömert waren gestern nur gesperrt, weil sie nach Spielschluss ihre Emotionen nicht im Griff hatten. Diese unrühmliche Tradition setzte gestern Alderete fort, der im Hinblick auf das Heimspiel gegen St.Gallen mit seiner gelb-roten Karte der Mannschaft einen Bärendienst erwies.


Omar Alderete reihte sich in die Garde der Unbeherrschten ein. Bild: Philipp Kämpf


Hier liegt es am Trainerteam, konsequent gegen solche Unbeherrschtheiten vorzugehen. In der Hinrunde hat man gesehen, zu welch tollem Fussball der FCB in Bestbesetzung fähig ist. Die Mannschaft muss jetzt in den nächsten Spielen eine klare Reaktion zeigen und die beiden wichtigen Spiele gegen St. Gallen sowie den FC Zürich für sich entscheiden. Dann wäre das Meisterschaftsrennen nach wie vor offen und man ginge gestärkt in das Duell gegen Nikosia.
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