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«Baseldytsches» Rotblau-App wurde 75'000 mal runtergeladen
Von bz.ch | Publiziert: Sa, 18. Jan 2014 00:00
Die inoffizielle FCB-App «Rotblau» wurde unverhofft zur Erfolgsgeschichte: Der Erfinder der App, Andreas Aeschlimann, rechnete nicht mit 75'000 Downloads. Doch die Nachfrage sei von Anfang an da gewesen.
Die Idee entstand am Weihnachtsapéro vor vier Jahren, beim Plaudern. Dass sie dereinst 75'000 Menschen erreichen würde, hätte er nie gedacht. Die Rede ist von Andreas Aeschlimann, Erfinder der Rotblau- App, der inoffiziellen Fan-Applikation des FC Basel. «Am Anfang habe ich mir erhofft, dass vielleicht 1000 Leute meine App runterladen. Aber es war schwierig abzuschätzen, wie gross das Geschäft mit den Apps allgemein werden würde. Mit 75'000 Downloads hätte ich aber nie gerechnet», erzählt der Mathematikstudent.

1000 Stunden Arbeit

Der leidenschaftliche FCB-Fan absolvierte damals ein Praktikum bei der Basler Softwareschmiede Nexirius, welche sein Projekt insgesamt mit einem fünfstelligen Betrag unterstützte. Das Entwickeln einer App war für ihn absolutes Neuland. «Ich musste neben meinem Praktikum enorm viel Zeit investieren, um Erfahrung zu sammeln. Zusammengerechnet sind es bis heute gute 1000 Stunden», erzählt Aeschlimann.

Viel Aufwand für ein Hobby, welches keinen Gewinn abwirft. «Eigentlich ist es ein Minusgeschäft. Aber es war auch nie unser Ziel, kommerziell zu werden.» Angetrieben wird Aeschlimann vom unerwarteten Erfolg seiner Idee: «Ich bin sehr glücklich, dass alles so gut geklappt hat», erzählt er strahlend.

Und die Entwicklung der App liest sich tatsächlich wie eine einzige Erfolgsgeschichte: Seit der 25-Jährige die iOS-Version am 12. Juni 2010 – damals gab es die offizielle App des FC Basel noch nicht einmal – lancierte, stösst sie bei FCB-Fans auf riesige Begeisterung. Nach nur vier Monaten hatten bereits 10'000 FCB-Fans die App heruntergeladen. An Spieltagen nutzen heute bis zu 10'000 User die App, an spielfreien Tagen durchschnittlich etwa 1500.

Der Erfolg und die Begeisterung erstaunen kaum: «Die Nachfrage war von Anfang an da, das hat man gespürt», so der Erfinder. Die Applikation, sowohl für iOS, Android, Windows-Phone als auch für Windows 8 verfügbar, lockt denn auch nicht nur mit ihrem speziellen Design, topaktuellen News und Resultaten, sondern mit vielen interaktiven Menüs wie dem «Tippspiil» oder dem «Mylioonespil». Durch diese speziellen Anwendungen kann die Rotblau-App im Vergleich mit dem offiziellen Vereins-App Mehrwert bieten.

Aeschlimanns App, die diese Woche nach knapp dreieinhalb Jahren die 75'000er-Schallmauer durchbrochen hat, war bei ihrer Lancierung die erste komplett in «Baseldytsch» gehaltene App. Wer sie öffnet, kann zwischen Menüs wie «Verain», «Tippspiil» oder «Myy Blatz» auswählen. «Durch die baseldeutschen Ausdrücke ist die App näher beim User. Als Fan habe ich immer überlegt, was mir gefallen würde, und das dann umgesetzt», begründet Aeschlimann die «baseldytschen» Ausdrücke.

Neuer SMS-Dienst

Seit gut einem halben Jahr gibt es neben der Dialekt-Version nun auch hochdeutsche und englische Versionen. «Im Zusammenhang mit der Aufschaltung der Web-Plattform rotblauapp.ch habe ich alle Texte ins Deutsche und Englische übersetzt, um unser Angebot an ein grösseres Publikum zu richten.» Neben der Web-Version hat es in den vergangenen Tagen noch eine Neuerung gegeben: ein Service, der sämtliche wichtigen Push-Benachrichtigungen auch via SMS verschickt.

Originalartikel verfügbar unter http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/basel-stadt/baseldytsches-rotblau-app-wurde-75000-mal-runtergeladen-127577737.
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